Katholische Kirchengemeinde

St. Gereon

Tierkreiszeichen

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stgereon/Scan0040a.jpegIn der Krypta standen im Mittelalter außer dem mittleren Altar, der den heiligen Mauren geweiht war, noch mindestens sieben weitere Altäre. Die heute an den Wänden stehenden Tumben waren solche Altäre, die später Sargdeckel bekommen haben. Es gibt noch in die Wände gemeißelte Inschriften, die Altarstandorte und Patrozinien benennen. Die Vielzahl der Altäre und der bei liturgischen Feiern angerufenen Heiligen ist ungewohnt. Das frühe Christentum kannte keine Altäre und wollte auch bis ins 5./6. Jahrhundert solche nicht.

 

Erst mit dem sich ausprägenden Kirchenbau wird auch ein besonderer Ort für den Altartisch bestimmt, der im Mittelalter zunehmend über dem Grab der Märtyrer lag; so wie es in St. Gereon mit dem Gereonsaltar ebenfalls geschah. Die zahlreichen Aufstellungen von Altären im Kirchenraum haben im Mittelalter mehrere Gründe. die Vermehrung der Reliquien, die Zunahme der Priester und die größere Nachfrage nach zahlreichen Messfeiern. Es entstand der Wunsch nach mehr heiligen Orten, die man zum intensiven Gebet in der Kirche aufsuchte.

Text-Copyright: Dr. Martina Langel