Katholische Kirchengemeinde

St. Gereon

Tabernakelschlüssel

Das ewige Licht.

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stalban/Schluesel.gifFür das im Eisengitterwerk hängende Ewige Licht wählte Hillebrand den Pinienzapfen, antikes Symbol für die kaiserliche Macht, hier das rechte Zeichen für den im Tabernakel anwesenden Herrn aller Herren. Dankbar sind wir dafür, dass die Arbeiten an der Kirche ohne nennenswerte Unfälle vonstatten gegangen sind. An einer früher toten Stelle des Stadtgartens, an der Geräte und Müll gelagert waren, entstand mit dem 1960 fertig gewordenen Kindergarten eine kirchlich und städtebaulich gesehene architektonisch bedeutsame Baugruppe. Damals war unsere Kirche baulich noch eine Ausnahme, sie sollte aber in mancher Beziehung richtungweisend werden für den modernen Sakralbau.

Sie werden fragen: 
wie hoch waren die Kosten für den Neubau der Kirche? 
Die Antwort wird Sie überraschen, wenn sie die Endsumme vergleichen mit dem, was heute - 20 Jahre später - gezahlt werden müsste. Der schlüsselfertige Bau der Kirche mit Hochaltar, Gemmenkreuz, Sakramentsaltar (ohne Ziborium) mit Orgel, Bänken, Hauptportal, Sakristei-Einrichtung hat gekostet DM 396.000,00. Der Kostenvoranschlag wurde exakt eingehalten und nicht überzogen. Nur ein Beispiel: damals kosteten 400.000 Trümmerziegel aus bombenzerstörten Häusern die Hälfte von neuen Ziegeln, 6 Jahre später kosteten alte Ziegel das Doppelte von neuen.

 

Der Grund: Trümmerziegel wurden knapp, und die Arbeitslöhne waren erheblich gestiegen.  Die Orgel kostete 1958 DM 43.784,00. Heute würde sie mindestens DM 260.000,00 kosten. Am 1. April 1960 wurde unser Kindergarten fertig.  Der Bau passt sich mit seinen alten Ziegel der Kirche und dem Pfarrhaus an. Er liegt etwas tiefer, so dass der Bau der Kirche dominiert. Seither besuchen 120 bzw. 100 Kleinkinder unseren Kindergarten.  In 4 Gruppen werden sie von 5 Erzieherinnen und den Hilfskräften betreut. Da der Kindergarten als Montessori-Kinderhaus geführt wird, bringen Familien aus der ganzen Stadt, nicht nur aus der Gemeinde, die Kinder zu uns. Diese besuchen später zumeist die bereits seit 1959 in der Gilbachstraße eingerichtete Montessori-Volksschule und das Montessori-Gymmasium.

 

Am 16. und 17. Juni 1959 konsekrierte Kardinal Frings die Kirche und den Hochaltar Dann feierte er mit uns die heilige Messe.

 

Persönliche und technische Daten

Entwurf und Planung:

 
Architekt BDA Hans Schilling, Köln

Eisengitter (Sakramentskapelle)

 Entwurf: Elmar Hillebrand, Ausführung: Heinrich Thole, Köln

Technische Oberleitung:


Dipl.- Ing. Wolfgang Schmidt-Buchner, Köln

Portal (Sakramentskapelle):

 Savonier-Marmor und Bronzeguß. Entwurf und Ausführung: 
Elmar Hillebrand, Weiß.

Bauunternehmer:

 Jakob Hehn, Köln

Portal {Paradiespforte)

Chorschranken, Wandleuchter in der Apsis, Apostelkreuze und - leuchter: Entwurf u. Modell: Toni Zenz, Köln. Bronze- bzw. Eisenguss: Gebr. Odenthal, Köln,

Material:

 ca. 400000 Trümmerziegel, 
Decke und Dach: Holz, Baubeginn: 21. Juni 1957 Grundsteinlegung: 17. November 1957 Fertigstellung: 14. Dezember 1958

Fenster: 

Entwurf: Franz Pauli, Köln. 
Ausführung: Botz und Miesen, Köln.

Hochaltar: 

Krensheimer Muschelkalk 
Entwurf: Hans Schilling 
Ausführung: Engelbert Dunkel, Köln

Orgel: 

26 Register (4 Zungen), Schleifladen mit elektrischer Traktur: Franz Breil, Dorsten.

Gemmenkreuz: 

Makassa-Ebenholz, Silberplatten-vergoldet. Edelsteine. Emails: (byzantinischer Senkemail): Vorderseite: Mitte: Majestas Domini. Unten: Verkündigung. Links: Geburt. 
Rechts: Auferstehung. 
Oben: Himmelfahrt des Herrn. Rückseite: Crucifixus.

Bänke: 

Entwurf: Elmar Hillebrand. 
Eisenguss: Gebrüder Odenthal. 
Holzarbeiten: Max Scheyda, Köln.

Oslerleuchter: 

Bronzeguß, gefräßt. Bienen und Waben.Kameen [Bergkristall), Goldtopase.

Mosaik 

(Krypta): Engel und Weihnachtsbild: Entwurf und Ausführung: 
Georg und Elisabeth Hoffmann-Lacher, München.
 

Bibelpult:

 Eisen, tauschiert. Mitte: Malachit*).

Glocke: 

Bronze. Petit und Gebrüder Edelbrock, 
Gescher in Westfalen

Vortragekreuz: 

Silber vergoldet. Vorne: Crucifixus (Email),  Almandine, Rückseite: Chalzedon, Entwurf und Ausführung: Lioba Münz OSB.

Sakristeischranke: 

japanischer Rüster. 
Innen: Ahorn. Entwurf: Hans Schilling. 
Ausführung; Max Scheyda.

Sakramentsaltar und Steinteppich: 

Entwurf, Modell und Ausführung: Elmar Hillebrand, Weiß

bei Köln. Bronzeguß: Franz Hardt, Kalscheuren. Steinmetzarbeiten: Engelbert Müller, Villmar-Lahn.

Skulpturen, Petramente, Geräte 

aus dem 15. bis 20. Jahrhundert.

Tabernakelschlüssel: 

Silberguß. Pelikan und Gingkoblatt. Entwurf: E. Baumeister-Bühler.

Wetterfahne: 

Hl. Alban, Kupfer. Entwurf: 
Elmar Hillebran