Katholische Kirchengemeinde

St. Gereon

Spätantiker Ovalbau - Mosaik

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stgereon/Lange3.jpegDen Fußboden schmückte ein Mosaik, dessen Reste in einer seitlichen Nische noch erhalten sind. Der Raumschmuck mit Säulen und Wandmosaiken wurde oft gerühmt und trug dieser Kirche den Beinamen  „ad sanctos aureos“  -  
„zu den goldenen Heiligen“ ein.
Immer noch ist verborgen, für wen und warum dieses großartige Bauwerk errichtet wurde. Sicher ist, dass das bebaute Gelände ursprünglich ein Friedhof war. Auch später hat man noch lange in der Kirche und ihrer Umgebung Menschen beerdigt.

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Steinerne Sarkophage und Grabsteine wurden aus allen Zeiten gefunden. Froh über jeden verfügbaren Stein, wurden auch Inschriftsteine nach einiger Zeit wieder als Mauersteine verwendet und umgekehrt werden aus Bausteinen Grabsteine  ge-macht. So nahmen die Eltern des kleinen Valentinian  ein römisches Architekturteil und ließen die Erinnerung an ihren drei jährigen Sohn einmeißeln.
  
„Hier liegt der Junge namens Valenti-nianus, der 3 Jahre und ebensoviel Monate und 16 Tage lebte und im Taufkleid fried-voll heimging.“ (6. Jh.) 

 

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stgereon/Lange4.jpegAuch die Eltern des kleinen Catulus verliehen ihrer Trauer Ausdruck. In den Stein wurde gemeißelt 
(in Übersetzung): „Wehe, der Vater gibt dem Spross traurige Gaben, er, der ihn überlebte und die Totenehrung, die, wie er hoffte, ihm gegeben würde, gab nun er selbst. Die Mutter, oh, wenn sie sich an die Spiele des Knaben und an sein Lachen erinnert, seufzt sie und sehnt sich nach seinen süßen Sprechversuchen zurück. Catulus war sein Name, im Lichte von dreimal zehn Monden.“  Heute sind diese Steine in der Wand der kleinen Nikolauskapelle vermauert.