Digitalen Wandel gestalten

Den digitalen Wandel gestalten

Netzwerktreffen am Kardinal-Frings-Gymnasium

Im Rahmen des Projekts „NetzSpannung.KT“ trafen sich am 1.2.17 Vertreter von zwölf Schulen zu einem ersten Netzwerktreffen. Sie berieten über Entwicklungsperspektiven ihrer Schulen im Bereich der unterrichtlichen Nutzung digitaler Medien und tauschten erste Erfahrungen aus.

Die allgemeinbildenden Schulen im Rhein-Sieg-Kreis und in der Stadt Bonn waren in diesem Jahr zum mittlerweile vierten Male dazu eingeladen, sich für eine neue Projektphase des Schulentwicklungsprojekts „NetzSpannung.KT“ zu bewerben.  Zwölf Schulen haben es geschafft und arbeiten seit Beginn des Schuljahres an gemeinsamen Entwicklungszielen.

Die Palette der teilnehmenden Schulen ist bunt. Neben drei Gymnasien sind auch vier Gesamtschulen und fünf Grundschulen in diesem Projekt organisiert. Insbesondere diese schulformübergreifende Zusammenarbeit bietet viele Chancen und erlaubt es, von den Herausforderungen der anderen Schulen und Schulformen zu profitieren. 

Gemeinsam ist allen Schulen, dass man die enormen Chancen des Einsatzes digitaler Medien zur Weiterentwicklung von Schule und Unterricht sieht. Entsprechend fallen die Schwerpunkte aus, an denen gearbeitet wird: Tablets im Unterricht und der Einsatz digitaler Lernmittel sind hier nur zwei Beispiele. Begleitet werden die Schulen über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg von Medienberaterinnen und Medienberatern der Kompetenzteams Rhein-Sieg und Bonn. Erste Erfahrungen und Entwicklungsschritte auf diesem Weg wurden nun am KFG ausgetauscht.

Sechsstelliger Betrag in die digitale Neuausstattung der Schule

Nicht zufällig war der Veranstaltungsort gewählt. So hat das Kardinal-Frings-Gymnasium in den letzten beiden Schuljahren einen sechsstelligen Betrag in die digitale Neuausstattung der Schule investiert. Möglich war dies nur aufgrund einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Schulträger und Förderverein. Mittlerweile verfügen alle Oberstufenräume über eine zukunftsweisende digitale Ausstattung; dank der Initiative des Fördervereins sind auch die Mittelstufenklassen ausgezeichnet versorgt. In der Mittelstufe stehen fahrbare digitale Lösungen zur Verfügung, die ganz neue unterrichtliche Möglichkeiten eröffnen. Als digitale Medien sind angeschafft worden: touchfähige Monitore, verknüpft mit iPad, Laptop und lokalem WLAN.

Dieses Beispiel verdeutlicht die Grundüberzeugung, dass zeitgemäßer Unterricht nicht die Augen vor der Lebenswirklichkeit der Schüler verschließen darf. Sind die Schülerinnen und Schüler längst im medialen Zeitalter angekommen, gilt dies vielfach für Schulen nicht. Die Vertreter der teilnehmenden Schulen waren sich aber sicher: Zeitgemäßer Unterricht zeichnet sich aus durch eine sinnvolle Kombination von digitalen und analogen Medien. Schülerinnen und Schüler werden so mit Kompetenzen ausgestattet, die sie fit machen für die veränderte Lebens- und Berufswelt. Das motiviert Lernende und Lehrende gleichermaßen.

 

Tobias Decher