QA-Was ist das?

Qualitätsanalyse - Was ist das?

Das QA-Verfahren hat landesweit eine weitgehende Veränderung erfahren. Ziel der neu ausgerichteten Qualitätsanalyse ist die Unterstützung der Schulen und ihre aktive Mitgestaltung und Einbindung im Analyseprozess. Aus Betroffenen werden Beteiligte.

Die Generalvikare der fünf nordrhein-westfälischen Bistümer haben beschlossen, die Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen fortzusetzen und die in der Regel zweite Qualitätsanalyse in dem neuen veränderten Verfahren durchzuführen. Die Besonderheiten der Katholischen Schulen sind in Einzelfällen nach Absprache mit dem Schulministerium berücksichtigt.

Eine QA beschreibt, analysiert und bewertet Situationen und Abläufe in Schulen. Ihr Ziel ist, die Qualität an Schulen zu sichern und nachhaltige Impulse für deren Weiterentwicklung zu geben. Sie versteht sich als Teil der Schulaufsicht, als Unterstützung und Ergänzung der kirchlichen Schulaufsicht bei der Förderung der Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse.

Die QA soll vor allem die Eigenverantwortung von Schulen stärken, denn sie ist auch ein Instrument der Selbstvergewisserung.  Durch die Mitwirkung aller schulischen Gruppen

  • Schülerinnen und Schüler,
  • Erziehungsberechtigte,
  • Lehrerinnen und Lehrer und
  • die Schulseelsorge ebenso wie
  • schulfachliche Aufsicht und
  • Schulträger

soll die neue Ausrichtung der QA Transparenz (Verständlichkeit) und Partizipation (Teilhabe) schaffen. Das Interesse und die Akzeptanz aller Beteiligten werden durch Mitsprache und -entscheidung erhöht. Eine Schule, die ihre Stärken kennt, wird diese zukünftig noch besser nutzen können. Ebenso können Hinweise auf mögliche Schwächen allen Beteiligten Anlass geben, diese in den Blick zu nehmen und ihnen entgegen zu wirken. Dafür können die Qualitätsprüferinnen und -prüfer wichtige Hinweise und Anregungen liefern. Sie verstehen sich als „critical friends“, die QA sieht sich als Dienstleistung.

Für Schulen ist es wichtig, ihre derzeitigen Schulentwicklungsprozesse aus externer Sicht wahrzunehmen und im Hinblick auf Qualitätssicherung zu überprüfen. So ist es Anliegen und Aufgabe der QA, den Schulen ihre bestehenden Schulentwicklungsprozesse daten- und leitfadengestützt zu spiegeln und dieses Wissen allen Beteiligten als Entscheidungshilfe zur Verfügung zu stellen. Hierbei wird auch die besondere Situation der einzelnen Schule berücksichtigt, die sich z.B. durch Schulform, Standort, Schüler und Lehrer von anderen Schulen unterscheidet.

Das neue QA-Verfahren basiert wie zuvor auf dem so genannten Prüftableau, dessen Kriterien aber nur  zum Teil verpflichtend zu prüfen sind. Die übrigen Prüfkriterien können von den schulischen Gruppen zusätzlich ausgewählt werden. So kann jede Schule ihr schulspezifisches Prüftableau zusammenstellen.

Insofern kann Qualitätsanalyse maßgeblich dazu beitragen, den Schulen gestützt durch Daten Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.

Das Ziel einer QA ist also letztlich Hilfe zur Selbsthilfe.

Ein lohnendes Ziel: Katholische Schulen noch besser zu machen, als sie es schon sind.

Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen in der 2. Runde

  • Verwendung des technischen Unterstützungssystems TUQAN
  • Eine „Vorphase“ bereitet die „Hauptphase“ vor.
  • Das neue Qualitätstableau unterscheidet zwischen verpflichtenden und ergänzenden Kriterien. Die Auswahl der ergänzenden Kriterien wird von der Schule im Abstimmungsgespräch mitbestimmt.
  • Reduzierung der Anzahl und des Umfangs der einzureichenden Dokumente.
  • Einsatz des neuen Unterrichtsbeobachtungsbogens mit einer zweistufigen Bewertung.
  • Die Bewertung erfolgt ausschließlich auf der Kriterienebene.
  • Nach der Übersendung des Qualitätsberichts und vor dem Abschluss der Zielvereinbarungen besteht das Angelbot eines Erläuterungsgesprächs.