Katholische Kirchengemeinde

St. Gereon

Gemmenkreuz

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stalban/Gemmenkreuz.gifDer zweite Grund zum Erwerb der genannten Grundstucke war ein pastoraler. 
Die Priestergemeinschaft der Oratorianer in München hatte aus bestimmten Gründen die Absicht, nach Köln überzusiedeln. Ihr Interesse galt der Basilika St. Aposteln und der neu zu errichtenden Kirche und Gemeinde St. Alban. Für den Bau des Priesterhauses bot sich das Grundstück Gilbachstraße 23/25 geradezu an. Die Verhandlungen mit der Kölner Kurie führten jedoch zu keinem für beide Teile befriedigenden Ergebnis, und nach dem Tode des Münchener Erzbischofs, Kardinal Faulhaber, übertrug sein Nachfolger, Kardinal Wendel, den Oratorianern die Pfarre St. Laurentius in München. Darauf verzichteten sie auf eine Übersiedlung nach Köln.

 

Als ich von diesem Verzicht erfuhr, bat ich den Erzbischof, Kardinal Frings, mir den Aufbau der Kirche St. Alban und die Arbeit in der neuen Gemeinde zu übertragen. Die Unterredung fand statt am 26. Mai 1955, und der Kardinal war sogleich einverstanden. Der kirchenrechtliche Akt der Translation konnte beginnen.

 

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stalban/GK_Ausschnitt1.gifAm 1. Oktober 1955 wurde das "Seelsorgliche Rektorat St. Alban"innerhalb der Pfarre St. Gereon konstituiert, und ich wurde zum Pfarrrektor ernannt. Dieses „Seelsorgliche Rektorat St. Alban" wurde am 29. Mai 1956 in die nach wie vor als juristische Person existierende alte Pfarre St. Alban umgepfarrt.

Unter dem 15. November 1956 wurden die östlich der Achse der Inneren Kanalstraße gelegenen Gebietsteile der Pfarren St. Josef und St. Anna in Ehrenfeld und der Pfarre St. Alban eingegliedert. Am 12. Dezember 1956 wurde der alte Gebietsstand der Pfarre St. Alban - wie schon oben erwähnt - in die Dompfarre und die Pfarren St. Martin und St. Maria im Kapitol umgepfarrt. Durch diese Rechtsakte wurde erreicht, dass der Titel 
St. Alban als juristische Person erhalten blieb, freilich mit einem neuen Pfarrbezirk.

Eine Vermögensregelung war darum nicht erforderlich. Die Pfarre behielt ihr Stiftungsvermögen, bestehend aus ca. 50 Morgen Ackerland in Stotzheim gelegen und an dortige Bauern verpachtet; ferner die alten Kunstwerke, kirchliche Geräte (Kelche, Monstranzen, Reliquiare) und Paramente.

Ein neues Grundstück für eine Kirche mit Pfarrhaus und später zu bauenden Kindergarten erhielt sie dazu.

Der Akt der Translatio war perfekt, und am 3. August 1957 wurde ich zum Pfarrer der „alten" Pfarre St. Alban ernannt.