Katholische Kirchengemeinde

St. Gereon

Dekagon - Bau im 13. Jahrhundert.

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stgereon/Dekagon_400.jpegDie Errichtung des Dekagons im frühen 13. Jahrhundert ist der letzte herausragende Bauabschnitt der Stiftskirche. Nachdem Lang- und Hochchor dem antiken Ovalbau  angefügt waren, steht nun dieser fast 900 Jahre alte Zentralbau im Mittelpunkt. Der offensichtliche Wunsch der Bauherren, diesen „Altbau“ zu bewahren, erforderte von den Baumeistern großes Geschick und Einfallsreichtum. 

 

Sie entwarfen eine architektonische Hülle mit zehneckiger Außenhaut, die einzigartig war und einmalig blieb. Die Innenwand des Dekagons gliedert sich in vier Zonen. Über den Apsiden liegt die Emporenzone.Darüber folgen eine Fächerfensterfolge und eine Lichtzone. Vorgelegte Säulen, Dienste genannt, und die schmalen, hohen Lanzettfenster in der oberen Raumzone zeigen, dass die modernen Baustellen in Frankreich Ende des 12. Jahrhunderts den Baumeistern vertraut gewesen sein müssen. Sie übernahmen Details der gotischen Bauweise, ohne dass es ihnen jedoch gelang, die konstruktiven Neuerungen dieser Bau-weise für den Dekagonbau auszuschöp-fen. Manches Detail bekam so nur dekorativen Charakter.