Katholische Kirchengemeinde

St. Gereon

Ausschnitt/Gemmenkreuz

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stalban/GK_Ausschnitt2.gifNach reiflicher Überlegung, zumal mit dem Pfarrer von St. Gereon, dem 1967 verstorbenen Stadtdechanten Prälat Dr. Grosche, entschloss ich mich, den Architekten BDA Hans Schilling mit der Planung und dem Entwurf von Kirche, Kindergarten und Pfarrhaus zu beauftragen.

Schilling hatte durch die oben erwähnte Mitarbeit beim Wiederaufbau des Gürzenich und den Bau der Kirche „Zu den heiligen Engeln" auf den Grundmauern eines preußischen Forts in Wesel von sich reden gemacht. Er galt als ein junger, ideenreicher Architekt.

 

Inzwischen hat er mehr als 30 Kirchen gebaut, u.a. die große Abteikirche der Benediktiner in Königsmünster - Meschede im Sauerland, das Mutterhaus und die Kirche der Franziskanerinnen in Olpe, das Pfarrzentrum St. Stephan in Münster.

Schillings erster, baureifer Entwurf für St. Alban wurde der zu großen Kirche und der zu hohen Kosten wegen von der erzbischöflichen Kurie abgelehnt. Der zweite, veränderte Entwurf von Kirche und Pfarrhaus wurde genehmigt, die Finanzierung durch das Erzbistum wurde sichergestellt, und am 21. Juni 1957, dem Festtag des heiligen Alban, konnte mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen werden. Den Auftrag für die Ausführung erhielt die Bauunternehmung Jakob Hehn. Bauleiter war Architekt Wolfgang Schmidt-Buchner.

 

Die Kirche ist das Ergebnis gemeinsamer Überlegungen von Theologen, Architekten, Künstlern, Technikern.

tl_files/stgereon/bilder/kirchen/stalban/GK_Ausschnitt3.gifSie wurde mit der Zielsetzung geplant, einen Raum zu schaffen, der den voraussichtlichen pastoral-liturgischen Entwicklungen entsprach. 
Die Kirche sollte einen sinngerechten, den heutigen Erwartungen entsprechenden Vollzug des Gemeindegottesdienstes, insbesondere der Feier der heiligen Messe, gewährleisten, aber auch die rechte Atmosphäre schaffen für das persönliche Gebet des einzelnen.

Bei der Planung und Fertigstellung der Kirche konnte niemand ahnen, dass die ihr zugrunde liegende liturgische Konzeption und die Art des in ihr gefeierten Gottesdienstes, die zwar damals noch nicht die Norm war, durch die Konstitution des 2. Vatikanischen Konzils über die heilige Liturgie vom 4. Dezember 1963 ihre offizielle Bestätigung erhielt.

Dank gebührt hier vor allem Herrn Kardinal Frings, dass er den Neubau unserer Kirche gegen mancherlei Widerstände als Ausnahme genehmigte. Dass diese Ausnahme schon nach 5 Jahren die Regel werden sollte, konnten damals nur wenige voraussehen.

Sicherlich haben die Innenarchitektur unserer Kirche und unser Gottesdienst zur pastoralliturgischen Bewusstseinsbildungbeigetragen. Denn wie hätte das Konzil die Erneuerung der Liturgie in der Konstitution vom 3. Dezember 1963 für die gesamte Kirche gesetzlich festlegen können, wenn sie nicht zuvor in wenigstens einigen Kirchen experiendo, d.h. versuchsweise, praktiziert worden wäre?